AgroCity. Die Stadt für Afrika. Skizzen zu einer neuen Urbanität
Herausgegeben von Lotta Suter
Rotpunktverlag 2016, ISBN 978-3-85869-709-7
www.rotpunktverlag.ch
Nirgends wachsen die Städte heute so schnell wie auf dem afrikanischen Kontinent. Seit der Unabhängigkeit, also seit den 1960er-Jahren, wurden acht neue Millionenstädte fast aus dem Nichts erbaut – von Lilongwe (Malawi) und Dodoma (Tansania) bis Abuja (Nigeria) und Yamoussoukro (Elfenbeinküste). In diesen chaotisch gewachsenen Megacitys dominiert der europäische Modernismus. Eine »afrikanische« Architektur, ja eine afrikanische Urbanität muss erst entstehen.
Dieses Buch präsentiert Skizzen für eine städteplanerische Mischung und Versöhnung von Stadt und Landwirtschaft.
Blick ins Buch
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Rezensionen:
David Signer: Die blühende Tropen-City
NZZ, 23.3.2017
Die Städte in Afrika changieren zwischen Pseudo-Urbanität und Ländlichkeit. Das wirkt absurd, könnte aber zukunftsweisend sein. In seinem letzten Buch fährt Al Imfeld die Ernte aus Jahrzehnten Afrika-Erfahrung ein.
Ruedi Küng: AgroCity – Al Imfeld über die Stadt für Afrika
Neue Wege, 2017, Heft 4
Afrika im Gedicht.
Herausgegeben von Al Imfeld.
Offizin, Zürich, 2015, ISBN 978-3-906276-03-8
Münsterverlag, ISBN 978-3-907146-29-3
www.muensterverlag.ch
Afrikas Menschen möchten aus dem kolonial hinterlassenen Schlamassel heraus. Gedichte dienen als Brücken. Brauchte es einst im chaotischen Mittelalter im Abendland einen Christophorus als Sinn- und Vorbild, so helfen im heutigen Afrika das Gedicht sowie Bilder, Symbole und Zeichen. Das heutige Afrika drückt sich sowohl zaghaft als auch frech in Gedichten aus. Sie sind die neue Schrift des Kontinents. Diese Sammlung enthält Gedichte, die zwischen 1960 und heute entstanden sind. Sie stammen aus allen Regionen zwischen Südafrika und Ägypten.
Lotta Suter: Notes of the editor (English)
Al Imfeld: African Poems (English)
Rezensionen:
Angela Schader: Vermessung eines Kontinents.
Die von Al Imfeld editierte grosse Anthologie afrikanischer Lyrik setzt Massstäbe.
NZZ 4.7.2015
Florian Vetsch: «Alles wird in Afrika vom Wind getragen»
WOZ, 19.2.2015
Zu seinem 80. Geburtstag hat der Schriftsteller und Publizist sich und uns einen umfassenden Sammelband über Afrikas Poesie der jüngeren Generation geschenkt.
Mandala rund um den Napf
Mit Markus Nievergelt. Mediationsbilder aus dem Luzerner Hinterland.
2016
Auf den Strassen zum Himmel. Missionsgeschichten aus der Schweiz und aus Afrika.
Herausgegeben von Lotta Suter
Rotpunktverlag 2013, ISBN 3-85869-531-9
www.rotpunktverlag.ch
»Missionsjäger« nannte man im Luzerner Hinterland die Vertreter der verschiedenen Missionsgesellschaften, die bei den Bauernfamilien junge Menschen für den Dienst in Afrika oder im fernen China rekrutierten. Für viele Schweizer und Schweizerinnen war Mission in der Zeit um den Zweiten Weltkrieg das Fenster zur Welt, ein Wagnis und ein Abenteuer. In seinen Missionsgeschichten nimmt Al Imfeld die Leser mit auf die Höfe, von denen die Schweizer Missionare weggeholt werden. Al Imfeld erzählt in seiner bekannt hintersinnigen Weise von Zwist und Zweifel in der oft engen Missionswelt, aber er berichtet auch über Nächstenliebe, Hoffnung und ausnehmend starke Persönlichkeiten.
Mission im Wandel. «Die klassische Mission ist mir unmöglich geworden».
Gespräch mit Nina Bels und Stefan Reich Schweitzer
NZZ, 2.4.2013
Afrikaner wurden entmündigt.
Gespräch mit Arno Renggli zum Buch «Auf den Strassen zum Himmel».
Neue Luzerner Zeitung NLZ, 18.1.2013
Sind wir alle Slumbewohner?
Stephan Gottet, Al Imfeld und diverse Autoren
Verlag Nach(t)gedanken, Bremgarten 2014, ISBN 978-3-033-04695-5
Eindrückliche Bilder aus den Slums Nairobis von Stephan Gottet führen uns zu den nachdenklich stimmendenden Texten Al Imfelds hin. Sie symbolisieren die vierzehn Stationen des Kreuzweges. Es ist ein Leidensweg, den heute noch Millionen gehen müssen.
Mission beendet. Nachdenkliches zur religiösen Eroberung der Welt
Stämpfli Verlag AG 2012, ISBN 978-3-727213-53-3
www.staempflisachbuch.ch
Die Missionierung Afrikas steht heute im Verdacht des Kolonialismus, und dies zu Recht. Die grossen Kolonialmächte instrumentalisierten die Mission für ihre ökonomischen und politischen Interessen.
Al Imfeld betrat als junger Missionar in den 1950er Jahren erstmals den Schwarzen Kontinent, um «Heiden» zu bekehren und sie zu «besseren Menschen» zu machen.
Der Autor entdeckte aber bald ein anderes Afrika. Statt auf «Ungläubigkeit» stiess er auf eine lebendige afrikanische Religiosität, die ihn interessierte und begeisterte – und seine christlich geprägte Religiosität infrage stellte. Er wurde vom Missionar zum Vermittler. Dieses Buch geht der Fragwürdigkeit der Mission anhand theologischer und religionswissenschaftlicher Reflexionen stets mit Erlebtem und Konkretem nach.
Vernissage-Rede von Al Imfeld am 17.6.2012
Mission nicht erfüllt
Rezension Christoph Wehrli, NZZ 15.5.2012
Afrika als Weltreligion. Zwischen Vereinnahmung und Idealisierung
Stämpfli Verlag AG 2011, ISBN 978-3-727213-14-4
www.staempflisachbuch.ch
Afrikanische Spiritualität gilt in der europäischen Wahrnehmung als Folklore, die teils fasziniert, teils aber auch befremdet. Al Imfeld gibt in diesem Buch einen breiten Einblick in das vielseitige religiöse Brauchtum Schwarzafrikas. Er stellt dieses auf eine Ebene mit den Weltreligionen Islam und Christentum.
Nebst den Einflüssen anderer Religionen auf die traditionellen Religionen Afrikas widmet sich dieses Buch auch der Sklaverei und dem Exil, wo die Afrikaner in der Verschmelzung mit anderen Kulturen ihre Religion weiterentwickelten. Es ist ein stark biografisch gefärbtes Buch, das die vielen persönlichen Begegnungen des Autors mit Afrika und all seinen Widersprüchen spiegelt.
Africa World Religion Summary (English)
Afrika ist eine Weltreligion.
Gespräch mit Arno Renggli, Neue Luzerner Zeitung, 9.2.11
Gemeinschaft ist in Afrika wichtiger als Gott
Rezension David Signer, NZZ am Sonntag, 26.6.2011
Wie die Arche Noah auf den Napf kam. Kindheitsgeschichten aus dem Luzerner Hinterland.
Herausgegeben von Lotta Suter
Rotpunktverlag 2011, ISBN 978-3-85869-457-7
www.rotpunktverlag.ch
«Wenn ich an Buttisholz denke, wird mir noch heute warm ums Herz.» So beginnt die erste von 29 Kindheitserinnerungen im neuen Geschichtenband von Al Imfeld. Etwas Nostalgie spielt gewiss mit, wenn der ehemalige Priester, Journalist, Landwirtschaftsexperte und Weltreisende beschreibt, wie die Käserei vor Ort einging, wie die historischen Wirtshäuser der Roten und der Schwarzen verschwanden und wie aus seinem Dorf eine bloße Ortschaft wurde.
Aber Al Imfeld verklärt die Vergangenheit nicht. In seinen Geschichten kommen Dürren vor, es gibt Kinderarbeit und die Armenküche der Bettelmönche. Die Feudalherren leben in der abgeschlossenen Welt der Reichen. Und die Kleinbauern und Pächter spielen »Armenseelenlotto«. Humor und Wehmut halten sich die Waage im Gang durch das Luzerner Hinterland von einst, als links und rechts der Kreuzstiege, in Hergiswil und Luthern, noch zwei verschiedene Zeiten eingeläutet wurden.
Elefanten in der Sahara. Agrargeschichten aus Afrika
Herausgegeben von Lotta Suter
Rotpunktverlag 2009, ISBN 978-3-85869-404-1
www.rotpunktverlag.ch
Elefanten und Giraffen bevölkerten vor 12000 Jahren die Regionen der Sahara. Das ist die Erklärung für die berühmten Felszeichnungen in der heutigen Wüstengegend. Das Land war damals nicht ausgetrocknet, sondern fruchtbar. Das ist eine der Geschichten, die der Journalist, Agrarsoziologe, Entwicklungsexperte und Priester Al Imfeld in diesem Buch präsentiert. Es versammelt Momentaufnahmen aus der 50000 Jahre zurückreichenden Agrargeschichte Afrikas, des »dunklen« oder »prähistorischen« Kontinents, dem lange Zeit kein Fortschritt und keine eigene Geschichte zugestanden wurde. Im Kapitel »Zwischen Bibel und Marx« etwa erzählt der Autor, wie die »objektive« Datierung der Archäologen bis vor Kurzem von Mythen geleitet und geprägt war.
Ob Archäologie oder Religion, Pflanzenzucht oder Soziologie, Geologie oder Psychoanalyse – die im Erzählton gehaltenen Agrargeschichten werfen einen assoziativen, interdisziplinären und höchst eigenwilligen Blick auf die hergebrachte Forschung, stellen bequeme Vorurteile infrage und bieten neue Deutungen an. Aber sie wollen selber nicht Dogma oder Kanon sein, sondern eine ideenreiche Anregung zum Weiterdenken.
«Ihr konntet es mal!»
Al Imfeld hat ein Buch mit afrikanischen Agrargeschichten geschrieben.
Gespräch mit Marcel Hänggi und Bettina Dyttrich, WOZ, 14.1.2010
De Al Imfeld verzöut. Geschichten Schweiz Afrika
CD, Rotpunktverlag 2009, ISBN 978-3-85869-411-9
www.rotpunktverlag.ch
Al Imfeld erzählt Geschichten von Napfgeistern, Autobahnen, Kuhfladen, Wasseradern, Gartenzwergen und Heiligen; Geschichten aus Ghana, Ségou, Lagos, Zürich und aus dem Luzerner Hinterland.
Afrika besser verstehen
Der Grüne Zweig 268, Synergia Verlag 2009,
ISBN 978-3-922708-08-0
www.synergia-auslieferung.de
Warum mussten Afrikas Befreiungsbewegungen versagen?
Eine Analyse afrikanischer Unabhängigkeitsbewegungen: vor, während und danach.
Warum fällt es uns so schwer, ‚Afrika‘ zu verstehen? Warum wurde der Sieg über den Kolonialismus zu keiner wirklichen Befreiung der Menschen? Unabhängig wollte man werden – ohne Visionen fürs danach zu haben. Fanon hatte praktisch vorausgesagt, dass die Kämpfer einer solchen Bewegung am Ende im Kopf den Kolonialisten so stark verankert haben würden, dass sie schlussendlich den Kolonialisten überdimensional kopieren, war denn also eine Befreiung eine Irreführung? Warum finden sich unter Afrikas Diktatoren so viele Klosterschüler? Warum haben siegreiche Befreiungsbewegungen die Kolonialgrenzen beibehalten? Warum kehrten sie zur Belohnung und nicht in die Wirklichkeit zurück? Warum hat in keiner Befreiungsbewegung Afrikas – nie und nirgends – eine Frau eine Rolle gespielt?
1. Teil: Afrikanische Befreiungsbewegungen: Eine kurze Übersicht – Land für Land
2. Teil: Analyse – Zu den Übervätern der Revolution
Die Entwicklung
Metropolis 2008, ISBN 978-3-89518-652-3
www.metropolis-verlag.de
Al Imfeld stellt die gängige Auffassung von «Entwicklung» in Frage, und damit auch die «Entwicklungshilfe». Er kratzt an liebgewonnenen Vorstellungen: Er stellt die auf quantitatives Wachstum ausgerichtete Hilfe in Frage, setzt sich mit der Idealvorstellung der nachhaltigen Entwicklung auseinander und legt 35 entwicklungspolitische Leitlinien vor. Tenor: Alles was Menschenwürde und Demokratie einschränkt, kann nicht Teil eines entwicklungspolitischen Planes sein. Mehrheitsentscheide sind problematisch, Konsenslösungen sind zu suchen.
Lies und werde reich. Geschichten vom Geld
Rotpunktverlag 2007, ISBN 978-3-858669-340-2
www.rotpunktverlag.ch
Das Geld regiert die Welt. Imfeld zeigt auf erzählerische Weise dessen oft üble Rolle in 26 Geschichten auf. Wie Geld Freude, Frust und Unglück beschert – von Nigeria bis ins Luzerner Hinterland.
Decolonizing. African Agricultural History
2007, in English
www.itunes.apple.com
The book goes deep into African Culture and its history of developing the continent. Dr. Al Imfeld studied theology, philosophy, sociology, journalism and agriculture. He has been lecturing on African agricultural history at 8 Nigerian universities, in Cameroon and other universities of the continent. «What I wish urgently and seriously is that this book brings back to African students and agriculturalists, and through them to farmers, pride in their past and their agricultural history. »
Blitz und Liebe. Geschichten aus vier Kontinenten
Rotpunktverlag 2005, ISBN 3-858669-291-3
www.rotpunktverlag.ch
Die 40 Geschichten sind Stationen aus Al Imfelds reichem Leben. Auf Reisen in der ganzen Welt hat er unzählige Begebenheiten beobachtet, erlebt und zum Teil auch erlitten. Die Reise führt ihn vom Napf bis nach Zürich-West.
Afrika – Fair gekocht und heiss gegessen
Al Imfeld, Lucas Rosenblatt und Judith Meyer
Fona Verlag 2005, 978-303780-20-38
Das Buch zeigt Kultur und Geschichte von westafrikanischen Nahrungsmitteln und Produkten, die der fair trade nach Europa importiert: Um Afrikas Lebensmittel in Europas Küchen zu bringen, werden Rezepte zu Maniok, Niébé, Fonio, Sorgho, Perlhirse und Mango vorgelegt. Die Rezepte werden eingebettet in die westafrikanische Kultur.
Mehr geben, weniger nehmen: Geschichte der Schweizer Entwicklungspolitik und der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung
Mit Jürg Bürgi
Orell Füssli 2004, 3-280-06058-3
Die Festschrift der Stiftung ist auch eine Geschichte der Schweizer Entwicklungspolitik seit ihren Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Rezension
Daniel Stern: Applaus für Novartis, WOZ 29.9.2005
Berge führen nicht in den Himmel sondern in die Tiefe. Geschichten aus dem Hinterland
Waldgut Verlag 2002, ISBN 978-3-7294-0279-9
www.waldgut.ch
Eine Jugend in den Vierzigerjahren im Luzerner Hinterland, an den Hängen eines der geschichtsträchtigsten Berge Europas – dem Napf, «mitten» in der Schweiz.
Wer diese Schrunden, Schattenhänge, Schluchten, Magermatten, dunklen Wälder und vor allem die Bewohner kennenlernen will – Al Imfeld ist da aufgewachsen; er weiß, wovon er spricht, und er hat schon damals genau hingeschaut.
Timbuktu. 9 Mundart-Geschichten.
CD, Editions Dendron, 2001
www.dendron.ch
Timbuktu ist ein geheimnisvoller Ort. Seit Jahrhunderten zogen Abenteurer aus, um diese Mythen-Stadt Afrikas zu finden. Doch sie endeten im Sand. Diese Welt ist voller Menschen, die niemals ankommen und geheimnisvoll auf etwas warten, das es nicht (mehr) gibt. Von diesen Distanzen und Differenzen handeln die Geschichten. Viele sind traurig und dennoch entlocken sie ein Schmunzeln.
Weisses Gold.
Herausgegeben von Barbara Willi Halter
Rotpunktverlag/Helvetas 2000, ISBN 9783858692122
Fotos und Texte zum Thema Wasser, unter anderen von Al Imfeld.
Brotlos – Die schöne neue Nahrung
Unionsverlag 1998, ISBN 3-293002-56-0
www.unionsverlag.ch
Die weltweite Revolution der Grundnahrungsmittel.
Während Jahrtausenden hatte jede Kultur ihr Grundnahrungsmittel. Weizen, Reis, Mais oder Hirse waren, zusammen mit wohlabgestimmten Zutaten, rund um die Welt das tägliche Brot. Es war eingebettet in Weltbild und Religion. Heute bieten die Lebensmittelmärkte der Welt in den Regalen und Kühltruhen eine unermessliche Auswahl in vorgetäuschter Vielfalt. Trend und Design haben auch beim Essen die Tradition abgelöst. Aber das tägliche Brot ist nicht untergegangen.
Al Imfeld schildert die Geschichte der Nahrungsmittel, ihre kulturellen Hintergründe, die Bedeutung von Essgewohnheiten und religiösen Vorstellungen. Als Landwirtschaftsexperte, Theologe und Kulturwissenschaftler verbindet er die verschiedenen Disziplinen im Blick auf ein Ganzes – die Lebenskultur der Menschen in ihren Kontinenten. Bewusste Esser und Zeitgenossen konfrontiert er mit unkonventionellen Schlussfolgerungen.
Arme Seelen fahren Schiff. Al Imfeld erzählt Geschichten
Doppel-CD, Editions Dendron 1998
www.dendron.ch
Al Imfeld – zuhause am Napf in der niederen Bauernstube unter dem tief heruntergezogenen Wetterdach, und Al Imfeld – zuhause in luftigen afrikanischen Lehmhütten mit Dächern aus Schilf.
Die Geschichten, die Al Imfeld uns auf 2 CD’s erzählt, machen aus diesem kulturellen und emotionalen Spagat einen leichten Grätschritt. Die ZuhörerInnen werden in Küchen geführt, in denen es gleichzeitig nach Maniok und Rösti riecht. Mit grosser Lust folgt Imfeld den erdig-materiellen Spuren verschütteter Verbindungen zwischen westlicher und afrikanischer Kultur und Spiritualität.
Die Schauplätze der Erzählungen wechseln ab – Wüstenstaub und Hagelkorn – der Erzähler bleibt derselbe. Die Identität des Journalisten Imfeld, der völlig unvorbereitet zum zentralafrikanischen Regenmacher wird, wurzelt im kleinen Hinterländlerbub, der seine Nase in die Geheimnisse von Engeln, Rosenkranz und Zahnwehbaum steckt. Dieselbe Nase wird später Geschichten aufspüren, die die etwas hilflosen Versuche institutionalisierter Religion illustrieren, allzu offensichtliche Manifestationen primitiv-heidnischer Spiritualität auszurotten oder durch kirchlich verordnete Symbole zu ersetzen.
Al Dente. Geschichten aus den Küchen der Welt
Rotpunktverlag 1997, ISBN-13 978-385869-16-44
www.rotpunktverlag.ch
89 Rezepte mit viel Hintergrund und Würze tischt der weitgereiste Al Imfeld aus den Küchen der Welt auf. Ein Streifzug durch Küchen und Kulturgeschichte.
Da kam eines Tages im Frühsommer, kurz vor dem Melken, ein Mann leicht und fast tänzelnd vom Wald daher. Neue Geschichten.
Waldgut Verlag 1997, ISBN 978-3-7294-0241-6
www.waldgut.ch
Al Imfeld ist einer der seltenen Meister mündlicher Erzählkunst. Dass seine Geschichten ihre Kraft und Farben auch in der literarischen Aufzeichnung behalten, ist ein Glücksfall.
Ob Ereignisse auf dem Schattenhof am Napf, ganz spezielle und doch so menschliche Geschichten aus dem Luzerner Hinterland, Stories aus Afrika, der Innerschweiz, Vietnam, London – immer sind es erlebte, erlittene oder präzis gesehene Stücke Leben, so unverwechselbar, wie sie nur Al Imfeld gelingen.
Vultures in the air: Voices from Northern Nigeria. (English)
Ed. by Zaynab Alkali and Al Imfeld
Spectrum 1995, 978-978-2462-60-2
www.nawao.ch
A literature workshop guided by Al Imfeld and Zaynab Alkali in order to support young Nigerian authors. During a one-week-workshop in Maiduguri (Northern Nigeria) the two tutors worked the texts together with the twenty young writers participating.
The best of their texts were published at Spectrum in Nigeria and presented in public readings throughout the country. The book is out in in third edition by now and used as text-book at several Nigerian Universities.
Chamäleon und Chimäre. Afrikanische Standpunkte.
Herausgegeben von Al Imfeld
Unionsverlag 1994, ISBN 3-293-00183-1
www.unionsverlag.com
Afrika, wie es sich selbst erlebt.
Afrikas zweite Generation seit der Unabhängigkeit tritt an die Öffentlichkeit und an die Macht. Den politischen Diskurs prägt eine selbstbewusste, aber auch selbstkritische neue Sachlichkeit. Ergänzend zu Al Imfelds Standardwerk «Verlernen, was mich stumm macht», welches der afrikanischen Kultur gewidmet ist, äussern sich hier namhafte Afrikanerinnen und Afrikaner zum politischen und wirtschaftlichen Alltag in ihren Staaten: journalistisch und wissenschaftlich, essayistisch und glossierend.
Wenn Fledermäuse aufschrecken, liegt etwas in der Luft, das kein Mensch zu ändern vermag.
Erzählungen aus Afrika und dem Luzerner Hinterland.
Waldgut Verlag, 1994, ISBN 3-729402-05-6
www.waldgut.ch
Seien es Ereignisse aus Al Imfelds Jugend als Kind des Schattenbauers im Luzerner Hinterland, seien es schreckliche oder mystische Erlebnisse aus Uganda, Ghana, Senegal, Südafrika usw. – immer sind es Einblicke eines wissenden, ehrlichen Maklers zwischen Welten, in einer Sprache und Erzählweise, deren Faszination sich niemand entziehen kann.
Wir weinen nicht mehr, Afrika! Frauenleben, Interviews, Berichte.
Herausgegeben von Al Imfeld
Waldgut Verlag 1993, ISBN 978-3-7294-0063-4
www.waldgut.ch
Eine Sammlung von Texten bekannter Journalisten über das Leben afrikanischer Frauen:
Vom Interview mit der berühmten Musikerin Sade bis hin zum Porträt einer Frau, die eine kleine Aufgummierungswerkstatt für Autoreifen führt. Dazwischen Meldungen, Reportagen aus der alltäglichen Szene oder auch Beiträge zur Frage der Polygamie. Weniger literarisch als vielmehr sachbezogen, politisch, an praktischen Themen orientiert, werden Ansichten und Absichten afrikanischer Frauen erkundet.
Hunger und Hilfe. Provokationen
Unionsverlag 1985, ISBN 978-3-293-00097-1
www.unionsverlag.ch
Dieser Band ist eine heilsame Provokation, denn er stellt nicht zuletzt die Frage nach der Hilflosigkeit der Helfer und der Schuld der Satten.
Alle Jahre wieder macht der Hunger Schlagzeilen. Mit der Betroffenheit und der Spendenbereitschaft ist aber auch die Nachdenklichkeit gewachsen. Wo liegen die Ursachen dieses scheinbar unlösbaren Problems? Wie kann der Teufelskreis von Unterernährung, Abhängigkeit und Almosenwirtschaft durchbrochen werden? Wann und wie ist Hilfe sinnvoll? Kann Hilfe schaden?
Im Spannungsfeld zwischen dem erschütterten Appell zur Soforthilfe und der grundsätzlichen Ratlosigkeit ist Al Imfeld immer wieder mit vieldiskutierten Denkanstößen hervorgetreten. Seine Essays gehen den verschiedensten Aspekten dieser vielschichtigen Not nach: der Zerstörung traditioneller Lebenskultur, den Ursachen der Apathie der Hungernden, den Schachzügen von internationaler Diplomatie und Katastrophenprofiteuren, den Symptomen geistiger Dürre und Entwurzelung.
Afrika – Der langsame Marsch der Entkolonialisierung
Editions Dendron 1984, ISBN 3-905391-17-1
www.dendron.ch
Gedichte der Bantu, ausgewählt und übertragen von Al Imfeld.
Holzschnitte der Makonde aus Moçambique, ausgewählt von Maja Zürcher
Zucker
Unionsverlag 1983, ISBN 978-329300-04-45
www.unionsverlag.ch
Zucker ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Er versüßt und vergiftet ihn zugleich. Er steckt in zahllosen Nahrungsmitteln vom Babytee bis zum Frühstücksgetränk. Kinder sind süchtig danach. Er ist zum Magischen Symbol geworden – zum Traum vom »süßen Leben«. Doch er macht dick und krank und zerstört die Zähne.
Al Imfeld enthüllt diese vielfältigen, versteckten Zusammenhänge. Der internationale Zuckermarkt ist chaotisch und unerbittlich, die Produktion steigt, die Erlöse fallen. Im Zuckerkrieg geht es alle gegen alle. Die Konsumenten sind die Opfer, zusammen mit ganzen Völkern und Ländern der Dritten Welt. Zucker ist eine geheime Bombe, die tickt …
Vision und Waffe. Afrikanische Autoren, Themen, Traditionen.
Mit Fotos von George Hallett und Gerd Meuer
Unionsverlag 1981, ISBN 978-329300-02-54
www.unionsverlag.ch
Biografie, Einführung ins Werk, Interpretation und Dokumentation verbinden sich in diesen Essays über mehr als zwanzig afrikanische Schriftsteller. Sie sind mehr als nur Autorenporträts – ein Anlass für Ausblicke auf das literarische Umfeld, auf die realen Verhältnisse, aus denen und über die geschrieben wird, auf Produktionsbedingungen und Verbreitungsprobleme von Literatur, auf literarisch-politische Strömungen und Konzeptionen.
Verlernen, was mich stumm macht. Lesebuch zur afrikanischen Literatur.
Herausgegeben von Al Imfeld
Unionsverlag 1980, 978-3-293-00013-1
www.unionsverlag.ch
Wie kein anderer Kontinent ist Afrika durch die »zivilisatorische Mission« der Kolonialmächte an seiner Wurzel getroffen worden. Bis heute ist es auf der Suche nach seiner eigenen Stimme und Sprache, nach der afrikanischen Persönlichkeit und Gemeinschaft. Dieser Prozess wird in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit beleuchtet.
Politiker und Schriftsteller, Wissenschaftler und Künstler, Musiker und Filmemacher kommen hier zu Wort und werden in der Debatte und an der Arbeit vorgestellt. Das Lesebuch fasst den Kulturbegriff so weit, wie Afrikaner selbst es tun. Es gibt nicht nur die Grundlage zum Verständnis des Kulturschaffens, sondern ermöglicht auch Einblicke in die Brennpunkte afrikanischer Realität.
































