Stimmen zu Al Imfeld

Nachrufe, Gespräche und Porträts

Foto aus Als Stube, Stefan Hartmann 2017

 

Think Big. Warum die Kirche für Al Imfeld zu eng wurde.
Lotta Suter, Bref 2021/2
Wirklich zerstritten haben wir uns nie. Ich begleitete Al Imfelds Bücher bis zum Schluss, weil sein Denken und Schreiben am Ende eben doch ‘verhebet’. Weil es in allen seinen Texten Anregung und Herausforderung zum Weiterdenken gab. Weil er immer wieder neue Zusammenhänge aufdeckte. Weil er ein phantastischer Geschichtenerzähler war, der es verdiente, behutsam vom Mündlichen ins Schriftliche übersetzt zu werden. Und nicht zuletzt, weil ich ihn als integren Menschen erlebte.

Wer bist du, Al?
Al lmfeld war viele Jahre Mitglied der Redaktionskommission und Autor der Neuen Wege. Der Journalist, Afrikakenner, Religionswissenschaftler und Soziologe ist am 14. Februar 2017, kurz nach seinem 82. Geburtstag, gestorben.
Nachruf von Roman Berger
Neue Wege, 2017, Heft 4

Theologe, Afrika-Kenner und Gastgeber – auch über den Tod hinaus
Al Imfelds Freundeskreis trifft sich regelmässig in seiner legendären Stube. Protokoll einer Tischrunde, bei der der Gastgeber fehlt.
Susanne Leuenberger, reformiert, 30.3.2017

Al Imfeld in der Enge der Hohlen Gasse begraben
Die Deutung der Biographie – das war das grosse Thema an den langen Tischen beim Trauermahl im Missionsgebäude Immensee, das oberhalb der «Hohlen Gasse» gelegen ist. Jede und jeder wollte noch ein persönliches Erinnerungsstück an Al Imfeld hervorkramen, wollte ein Puzzleteil zum Lebensbild des Verstorbenen liefern, dem in vielen der medialen Nachrufe das Wort Querdenker als Etikett aufgeklebt wurde. «Querdenker», sagte eine Frau entrüstet, «nein, Al war ein Mitdenker.»
Delf Bucher, reformiert, 22.2.2017

Lotta Suter:  Al Imfeld (1935–2017): Blitz und Liebe
WOZ Nr. 8 – 23.2.2017
Al Imfeld wünschte sich von mir in seinem Nachruf wohl noch zweierlei: als Erstes ein Stück Heldenverehrung, wie er sie auch in der afrikanischen Kultur schätzte. Und als Zweites einen Rest Rätselhaftigkeit, etwas Respekt vor dem Unergründlichen.

Bettina Dyttrich: Ein Spezialist der Mischung: Die Magie der Nagelfluhzone
WOZ Nr. 8 – 23.2.2017
Dogmatismus war Al Imfeld fremd, reinen Lehren misstraute er. Er glaubte vielmehr an die richtige Mischung: aus Tradition und Neuem, Ökologie und Industrie, Afrika und Europa, Christentum und Animismus. Oder Stadt und Landwirtschaft wie in seinem letzten Buch, «Agrocity. Eine Stadt für Afrika».

Nachruf auf Al Imfeld
Eine Saftwurzel, ein Afrikakenner und ein eigenwilliger Theologe ist am 14. Februar im Alter von 82 Jahren gestorben.
Pirmin Meier, Infosperber, 18.2.2017

Hier hat einer authentisch gesprochen
Der Ethnograf und Schriftsteller Al Imfeld ist zu seiner letzten Reise aufgebrochen – «Mögen seiner Seele alle guten Geister beistehen, nicht nur die afrikanischen, wenn sie jetzt die nadelfeine Brücke ins pan-ethnische Paradies passiert!»
Florian Vetsch, Saiten, 18.02.2017

Vom Napf zum Kilimanjaro
Angela Schader, NZZ 7.2.2017

Zwischen Napf und Nairobi. Querdenker Al Imfeld gestorben
Radio SRF 2 Kultur, Kultur-Aktualität, 1.2.2017
www.srf.ch (video)

Kein Mann für Mainstream
Er ist ein Urgestein aus dem Napfgebiet und in der ganzen Welt zu Hause. Der Theologe, Afrikakenner und Querdenker Al Imfeld feiert seinen 80. Geburtstag.
Pia Stadler, Forum 5/2015

Die Befreiung kommt langsam. Gespräch mit Matthias Hui zum 80. Geburtstag.
Ein Gespräch über Afrika im Gedicht und Afrika in der Schweiz und die Elefantenbegriffe Religion und Sozialismus – im Rückblick auf acht Jahrzehnte reichen Lebens und drei Jahrzehnte Mitarbeit bei den Neuen Wegen
Neue Wege 2015/Heft 2

Al Imfeld – Priester, Journalist, Freigeist. Film von Men Lareida
28.12.2014, SRF Sternstunde Philosophie
www.srf.ch (video)

Mein Lebenswerk.
Al Imfeld erzählt über sein Leben als Schriftsteller und wie Kunst ihn bewegt hat
Interview von Anna Shemyakova
Luzerner Rundschau 29.10.2014

Auszeichnung für widerständigen Journalismus.
«Ich war stets für Entwicklungshilfe, aber immer anders, als sie verlief.» Das ist eine seiner Kernaussagen. – Du sprichst mir aus dem Herzen, lieber Al Imfeld, und vielen, vielen anderen Tiers-Mondistes der ersten Stunde auch. Aber Du bist bei diesem Schwimmen gegen den Mainstream geistig lebendig und vif geblieben.
Laudatio von Rudolf Strahm zur Verleihung des Pro Litteris Preis 2014
infosperber Robert Ruoff / 23.05.2014

Al Imfeld: «Mein Leben ist die Besteigung eines sozialen Mount Everest»
Focus , SRF 3 19.5.2014
www.srf.ch (audio)

Zehn Prozent der Menschen sind einfach faul.
Interview von Thomas Widmer zur Verleihung des Pro Litteris Preises
Tages-Anzeiger 17.5.2014

Zum 50. Jahrestag von M.L. Kings Rede «I have a dream»
Gespräch mit Samuel Geiser und Felix Reich
reformiert.info, August 2013

Al Imfeld: Bilanz eines widerspenstigen Helfers
24.12.2011 DRS4 Zeitenblende
www.srf.ch (audio)

Stephan Gottet stellt Al lmfeld Fragen. Ein sonderbares lnterview
Absolute Wahrheiten kann es nicht geben, denn alle Wahrheiten stehen in Bezügen und Netzwerken.
Augen-Blicke, 7.2012

Al Imfeld: Priester, Journalist, Agrarexperte, Griot
7.8.2011, SRF – Menschen und Horizonte:
www.srf.ch (audio)

Ich habe immer meine Müh und Not mit Afrika gehabt
Gespräch mit Daniel Goldstein, Der Bund, 18.12.2010

Al Imfeld ist fünfundsiebzig.
SRF Swisstipp, 18.1.2010
www.srf.ch (audio)

Kleine Hommage für Al Imfeld zum Siebzigsten
Neue Wege, 2005, Heft 1

Der doppelte Priester: «Lasst Rom Rom sein!»
WOZ, 3. Juni 2004. Interview von Patrik Landolt
Der Priester und Journalist Al Imfeld wurde aus dem Vatikan ausgewiesen, als Mitglied der Immenseer Missionsgesellschaft hat er gleichwohl ein entspanntes Verhältnis zum Heiligen Vater: «Macht hat der Papst nur, wenn man ihm diese zuschreibt.»

Al Imfeld
Focus, DRS 3, 18.2.1995
https://www.srf.ch (audio)

Für eine Spiritualität der Erdhaftigkeit. Gespräch von Willy Spieler mit Al Imfeld
Es hat mit einer Spiritualität der Erdhaftigkeit zu tun. Ich glaube nicht an ein Jenseits. Es interessiert mich überhaupt nicht, was nachher kommt. Wenn ich sterbe, dann sterbe ich. Aber bis dorthin will ich leben. Darum stört mich auch eine gewisse Hyperaskese. Engagement ja, aber ich kann auch fröhlich sein und Feste feiern, essen und trinken.
Neue Wege 1995, Heft 3