08. Man soll nicht für die Förderung der Lokalsprache abstrakt oder ideologisch eintreten, um eine relativ kleine Einheit zu fördern, bevor nicht ein grösseres Ganzes zusammenhält. Die Kolonialsprachen haben für den Übergang zur Entstehung eines Staates i


Lokalsprachen mögen wie Dialekte beibehalten, aber nicht zur Vereinheitlichung und Weiterentwicklung von Staaten benutzt werden. So wollen es auch die Völker, die es gar nicht stört, dass in der Schule Englisch, Französisch oder Portugiesisch unterrichtet wird.


Schreiben in ihrer Sprache hat vorderhand keine Dringlichkeit. Ein Schweizer kann die Lage bestens verstehen, auch für ihn ist es keine Zwickmühle.


Durch Apartheidpolitik mit dem Zwang zu Stamm und Sprache und den daraus resultierenden Folgen (etwa Bantustans) sind einheimische Sprachen belastet. Eine Forderung zum Erhalt oder zur Förderung dieser Sprachen ist verdächtig, sobald  sie von aussen kommt. Afrika wünscht sich endlich den Anschluss an die Welt.