Kochbücher

Eine Auswahl von Al Imnfeld

 

* Al Imfeld, Lucas Rosenblatt, Judith Meyer, Afrika. Fair gekocht und heiss gegessen. Ed. Fona, Lenzburg 2005. 143 S.  Buch kaufen

Das Buch gibt Kultur und Geschichte von westafrikanischen Nahrungsmitteln oder Produkten, die der fair trade nach Europa importiert: um Afrikas Lebensmittel in Europas Küchen zu bringen, werden Rezepte zu Maniok, Niebe, Fonio, Sorgho, Perlhirse und Mango vorgelegt. Die Gerichte sind von einer Köchin zubereitet, professionell fotografiert und schmackhaft gemacht. Die Rezepte umfassen die Einbettung in die gesamte westafrikanischen Küche und Kultur.

 

* Phebe Ndam, Kochen in Afrika. Eine kulinarische Rundreise mit 230 Rezepten. Aus dem Engl. Mandelbaum Verlag, Wien, 3. Aufl. 2004. 229 S.  Buch kaufen

Die Autorin stammt aus Kamerun und ist von Beruf Lehrerin; das spürt man sofort, denn ihr geht es nicht nur um Rezepte, sondern um die Kultur drum herum. Schon die Einführung ortet Kochen und Essen, Lebensmittel und Kochtöpfe. Sie betont Zutaten und hat ein Anliegen, das Gericht auch zur Gaumenlecker zu machen. Das Einzige, das in diesem Buch vermisst werden kann, sind Bilder und Fotos. Also an die Arbeit. Beginn mit einem Kürbis-Pfannkuchen, vergiss Moamba, die Sauce mit Palmöl und Okra, nicht; immer wieder kannst du variieren mit Bohnen und Bananen, zum Schluss einen Papaya-Budding, an den Küsten entlang die vielen Fischsuppen; versuch’s mit Achu-Sauce oder Kohl-Egusi-Sauce, oder eine Sauce aus Stockfisch (Okworokwo). Zum Rätseln: Banku, Fufu, Gari und Kemke,,.

 

* Dorah Sitole und True Love Magazine, Afrika-Kochbuch. Die 160 besten Originalrezepte vom Kap bis Kairo. Aus dem Engl. Kaleidoskop Buch im Christian Verlag, München 2004. 144 S.  Buch Kaufen

Das Buch ist eine Zusammenarbeit mit dem beliebten Magazin für Afrikas Frauen. Die Rezepte stammen aus 17 Regionen, von traditionellen Hausfrauen bis zu Safari - Lodges Küchen, also Tradition und Moderne. Ein Beispiel sei die Xhosa Küche in SA: von Rindskutteln zum Hammel Eintopf, von der Kürbis-Mais-Suppe oder Mais-Bohnen-Suppe (immer wieder Bohnen und Mais) zu alle Arten von Hähnchen, Rind, Hammel und natürlich Huhn (vom Kap bis Kairo). An Küsten natürlich Fisch, direkt aus Wasser oder getrocknet und gedörrt. Die gesamtafrikanische Vielfalt überrascht. Das Buch ist ideal für das ganze südliche Afrika. Der Resten Afrikas ist nur sporadisch erfasst.

 

* Jojo Cobbinah, Holger Ehling, Westafrikanisch kochen. Gerichte und ihre Geschichte. Verlag Die Werkstatt + Edition dia, Göttingen, 2. Aufl. 2005. 158 S.  Buch kaufen

Die westafrikanischen Küchen sind ebenfalls wie etwa Kenia Schmelztiegel-Gastmähler. Es gibt viele Kleinvölker und ganz verschiedene Landschaften; was jedoch alle irgendwie zusammenhält und Ähnliches entwickeln liess, sind die Rohstoffe wie etwa Yams und Süsskartoffeln, Sorgho, Fonio und Perlhirse, Reis und Banane, Kokosnuss und Baobabfrüchte, Taro und Okra, Fisch und Meerfrüchte, usw. Saucen sind die Basiskunst dieser Küchen. Die ersten 40 S. verleihen einen glänzenden Einblick in die Reichhaltigkeit dieser Kulturen, mit Schwerpunkt Ghana. Dann folgt der Appetit.

 

* Youssou N’Dour, Senegal. Die Küche meiner Mutter. Mit 53 afrikanischen Rezepten. Christian Verlag, München 2004. 191 S.  Buch kaufen

Das Faszinierendste dieses Bandes sind die Farbfotos von Natur, Menschen, Rohstoffen und Gerichten. Man kann mit seinen Augen geniessen. Diese Anschaulichkeit animiert zum Mitkochen. Der Betrachter und Leser bekommt wirklich sofort Lust nach Hirse Couscous mit Erdnusssauce, oder Reis mit Trockenfisch und Bohnen, und immer neue Varianten von Saucen. Und je nachdem du es leisten kannst: ein ganz feines Hähnchen oder irgendeine Spezialität vom Lamm.

 

* M. Nader Asfahani, Nigerianische Küche. Allerlei aus südwestafrikanischen Töpfen. Aus der Reihe: Esoterische Küche, Bd. 9. Asfahani Verlag, Hamburg. 1. Aufl. 1993, 4. Aufl. 2007. 128 S.  Buch kaufen

Ist eher ein Heft als ein Buch, präsentiert einfach Rezepte, ohne viel Kontext und Hintergrund. Der Aufbau jeden Rezepts geht so vor: Zutaten, So wird es gemacht, event. Variante. Das Büchlein ist für Afrikaner/Innen geeignet; für Europäer lässt es ein Drum-herum eines Gerichts vermissen.

 

* Evert Kornmayer, Klassische & Moderne Rezepte aus Kenia. Über 220 Rezepte „Out of Africa“. Verlag Gebr. Kornmayer, Dreieich, 2. Aufl. 2007. 210 S.  Buch kaufen

Der Titel schon zeigt das Dilemma an: Kenias Küche ist ein Konglomerat von Tradition, Suaheli, Briten und Inder, zudem von Pastoralisten (Masai) und Fischern an der Küste, “Out of Africa” der kenianisch-koloniale und britische Klassiker hat Gerichte und Getränke mitgeformt und so entstanden die Misch-Küche. Leider vermag der Autor solches zu wenig hinüberzubringen.

Sept. 2009