Rund um Freihandel

Rund um Freihandel

eine trilogie

 

1. Freihandel & Landwirtschaft

2."Entmystifikation" der industriellen Landwirtschaft

3. Agrarhandelshäuser im Wandel

 

 

1. Freihandel & Landwirtschaft

 

These zu Beginn

 Die Anhänger von Freihandelszonen als Lösung der Zukunft scheinen etwas geblendet zu sein und vergessen, dass es ausser Handel noch andere wichtige Aspekte gibt. Die Freihändler übersehen, dass selbst der Handel nicht an der Spitze des Lebens steht. Sie müssten statt Business- Kultur-Kurse nehmen.

 

 

1. Traditionelle Analyse & Feststellungen

 

1. Wer undifferenziert Landwirtschaft ins Freihandelskonzept einbezieht, realisiert nicht, dass es neben dem AGROBUSINESS andere agrikulturelle Formen gibt. Der Überbegriff ist die Agrikultur, darunter kommen Selbstversorgungsmodelle und nationale Landwirtschaften. Der Begriff KULTUR geht ganzheitlicher ans Kultivieren des Bodens heran. WIRTSCHAFT bringt eine neue Richtung ins Ganze: Man bewirtschaftet Böden und erzeugt Produkte, mit denen auch Handel betrieben werden kann. Das AGROBUSINESS ist primär an Cash und nur sekundär an Food interessiert.

 

2. Die ursprüngliche Agrarkultur war eine Mischform von Subsistenz, also Selbstversorgung und Tausch. Man war nicht auf ein Produkt spezialisiert. Man hielt Vieh und gleichzeitig Schweine und Hühner. Man beteiligte sich an genossenschaftlichen Arbeiten, etwa im Wald, Unterhalt der Strassen u.a. Zur Agrarkultur zählte auch der Glaube oder Religion. Die Kirche orientierte sich an agrikulturellen Geschehnissen; d.h. es gab den Tätigkeiten der Bauern angepasste Feste oder Zeremonien wie Knechte-Wechsel am 2. Feb. oder ihre Auszahlung an Martini (11. Nov.); es gab Feldprozessionen, Erntedankfeste; man setzte Wegkreuze oder liess gar kleine Kapellen am Weg errichten, etc.  

 

3. Je mehr das Agrobusiness überhandnahm, desto mehr wurden Produkte vereinheitlicht. Kleine Kartoffeln fielen weg; die Banane musste die gekrümmte Michel sein; das Fleisch rot. Das bedeutet Standardisierung, wobei der Kleine kaum mehr mithalten kann, weil er zuviel investieren müsste und zuviel Abfall hätte. Das ist unter anderem mit ein Grund, warum so viele Kleinbauern eingehen. Das ist eine der Grundängste vieler Bauern einem Freihandel gegenüber.

 

4. Der grosse Unterschied - ohne dass viele es wahrnehmen - ist  der Abgrund zwischen Mischformen und Standardisierung. Spezialisierung tendiert Monokulturen entgegen. Monokultur macht auch Sinn, wenn alles auf Handel oder Vermarktung ausgerichtet ist.

 

5. Gutgläubig glauben die meisten Freihändler ,sie würden grösser und stärker an der Hungerfront; sie realisieren nicht, dass sie Gräben aufwerfen, Diskrepanzen schaffen und damit soziale Armut. Das ist ein Punkt, den die meisten nicht  begreifen wollen, die Agrobusiness als eine Grossmacht gegen den Hunger bezeichnen. Es ist jedoch so, dass je mehr Agrobusiness desto weniger Landwirtschaft.

 

6. Wer bloss auf Handel setzt, muss rein utilitaristisch alle Flächen nutzen; da haben keine Bäume und Hecken mehr Platz; da müssen kleine Flüsschen gegrädet und gar eingepackt werden. Auf Vogelwelt wird nicht geachtet. Also kommt es auch zu einer ökologischen Armut.

 

7. Man beackert beim Agrobusiness primär nicht Böden, sondern spekuliert an der Börse mit Produkten. Um Gewinne zu erhalten, helfen verschiedene Manipulationen mit, einige davon sind Fehlinformationen, künstliche Verknappungen, Fehlangaben, gefälschte Statistiken u.a. Deshalb gelangen auch nur bestimmte Mengen an die Börse. Grossfirmen kaufen direkt ein und haben daher Interesse, grosse Produktionsflächen entweder zu besitzen oder mindestens zu kontrollieren.  Gute Beispiele sind Zucker, Kaffee, Kakao, Bananen und Ananas.

 

 

2. Jetziger Stand des landwirtschaftlichen Freihandels

 

8. Alle bislang ausgehandelten Freihandelsabkommen haben die ländliche Landwirtschaft schwer geschwächt. Es scheint sogar, dass solches von Anfang gewollt war. Vor 20 Jahren wurde das North American Free Trade Agreement, die NAFTA, geschaffen. Das Abkommen zwang, Mexikaner und Latinos zu billigen und ausbeutbaren Landarbeitern zu machen, ohne das Recht, sich zu organisieren. Und das alles im Dienste von Billigpreisen.

 

9. Den USA ging es von Anfang an um eine Industrialisierung (sag Modernisierung) der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Dahinter stand stark die landwirtschaftliche Maschinenindustrie, die auf grosse Einheitstypen hintendierte. Weiter lobbyierten die Samen-, Dünger- und Pestizidindustrie. Sogar die Banken waren mit dabei. Gewöhnliche (kleinere und mittlere) Bauern besassen keine Lobby.

 

10. So wurden und werden noch dauernd aus Bauern Landarbeiter.

Grossfirmen kaufen oder pachten Quadratkilometer Land, das kontinentweise in Landgrabbing übergeht.

 

11. Ein gigantischer Gap und katastrophaler Unterschied zwischen Ware und Mensch wurde zementiert, denn es gibt nur einen Freihandel von Waren aber keine Freizügigkeit der Menschen. Freihandel zerreisst die Einheit zwischen Menschen und Produkten. 

 

12. Freihandelsabkommen unterstützen und helfen grenzüberschreitenden Agrobusiness-Firmen. Diese haben ein enormes Interesse an einer Vereinheitlichung der Produkte (Standardisierung) und Vereinfachung bürokratischer Vorgänge, sag weniger Papierkrieg.

 

13. Heute stehen für diese Agrofirmen längst nicht mehr Zölle und Tarife im Vordergrund, sondern festgelegte, normierte Standards und Basis - Regeln für Präsentation und Abfüllung, definierte Qualität und Regulatorien der über 12'000 Zusatzstoffe (E Faktoren). Der britische Ökonom Christopher Caldwell schrieb in The Weekly Standard am 1. März 2014: Today's trade deals are more about setting standards and ground rules than about removing tariffs and quotas...

 

14. Den meisten Agrobusinessfirmen geht es zwar versteckt, jedoch primär um Patentrechtsausweitung. Sie sind es müde, durch die langwierigen nationalen Zulassungsverfahren zu gehen. Man kann damit Volkszorn leichter umgehen. Erst an zweiter Stelle kommen einheitliche Aufschriften auf Verpackungen hinzu.

 

15. Es gibt erhebliche Mentalitätsunterschiede etwa zwischen USA und EU. Der Graben liegt bei den verschiedenen Akzentsetzungen, in der EU ist es Sicherheit, in USA ist es das Fortschrittsprinzip. Food Safty wird ganz anders gewichtet in USA, Asien oder Afrika. Die amerikanischen Grossbauern schimpfen auf die europäischen Bauern, dass sie den Fortschritt bremsen würden.

 

16. Zum Schluss glaube ich hinter dem Glauben an Freihandelsabkommen ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Nationalstaat zu erkennen. Grossfirmen rennen gegen den Staat an. Firmen haben das Vertrauen in den Nationalstaat verloren, vor allem letztlich in demokratische Vorgänge, denn ihnen gehen diese Prozesse des Einbezugs des Volks zu langsam vorwärts, ja, hindern Fortschritt. Drei Gruppen werden vom Agrobusiness besonders mit Misstrauen bedacht: Kleinbauern, Gewerkschaften und NGOs Das Agrobusiness besitzt zwar ein sehr machtvolles Lobby-System, aber es möchte unter keinen Umständen, dass die Gegenseite sich auch - wenn auch anders - organisiert.

 

17. Letztlich stossen wir bei der Kontroverse um Freihandel zu Kernfragen der Demokratie, des Liberalismus, des Nationalstaats und der Globalisierung vor. Noch etwas philosophischer: auf das Ökologie-Verständnis und Kultur-Bewusstsein. Wer Vielfalt und Verschiedenheit aus dem Landwirtschaftlichen streichen will, hat keine Ahnung von Speis und Trank und hat daher kein Recht zu sagen: Das alles geschehe unter dem Banner Kampf gegen den Hunger!

 

18. Ceterum censeo: In der menschlichen Gesellschaft gibt es manches, das zusammen mit Handel geht oder über Handel steht. Wer nicht zu Wertefragen und Gewichtungen vorstösst, geht am Wesentlichen vorbei., wird unmenschlich und ein verkappter Diktator. Wenn  daher FT schreibt: Popular sentiment is hardening against free trade, muss oder kann das auch als Zeichen und nicht einfach als Verblendung  oder - wie die US Agrarlobby behaupten - als emotionale Gründe deuten.

 

Al Imfeld

1. & 2. März 2014

 

2. "Entmystifikation" der industriellen Landwirtschaft

 

Hugh Grant, CEO Monsanto, wehrt sich larmoyant und verblendet in FT 27. Feb. 2014 gegen die Kämpfer der GM Food. Eine Replik.

 

1. Industrielle Betriebe sind primär Firmen, die Geld (und nicht Nahrungsmittel) erzeugen sollen. Es ist ein Vorwand - entweder Werbung oder gar Lüge - die Produkte würden dazu beitragen, den Welthunger zu bekämpfen. Diese Firmen produzieren primär für Profit, damit die Aktionäre für ihr eingesetztes Kapital Dividenden erhalten.

 

2. Warum müssen allen voran Monsanto, Syngenta, Dow Chemical und DuPont (mit Pioneer) mit ihren Patenten auf Gen Food derart aggressiv und arrogant in alle Welt hinausschreien, sie seien Erlöser der Zukunft? Sie verhalten sich nicht nur provokativ, sondern polarisieren die Farmer Welt global. Sollen sich Farmer ihnen anpassen oder müsste es nicht umgekehrt sein. Ihnen fehlt ein gewisses Einfühlungsvermögen.

 

3. Ab und zu muss man denken, für diese Firmen sei Amerika die Welt und das US Agrobusiness  das Mass aller Landwirtschaften. Die Welt und auch die Böden sind schon rein geologisch vielfältig. Doch diese Firmen sehen nicht Vielfalt oder Ökosysteme; sie gehen isoliert vor und nehmen entweder einen Wurm oder eine Raupe vom Ganzen heraus und entwickeln gegen diese "Feinde" ein wirksames Präparat.

 

4. Diese Firmen entwickeln sich - von Amerika geprägt - zu landwirtschaftlichen Armeen; sie denken und handeln militärisch.

Sie vergleichen sich denn auch als Soldaten und Kämpfer gegen den Welthunger.

 

5. Hugh Grand, CEO Monsanto, meint, langsam müsste Genfood entmystifiziert werden. Negative Resultate seien weder vom amerikanischen noch asiatischen Kontinent bekannt. Nur die EU wehre sich dagegen, doch diese Abwehr sei ein Handelskrieg.

 Ob es nicht um anderes (auch) geht? In Europa ist ein Bewusstsein entstanden, das die Vielfalt der Arten und Ökosysteme bewahren will. Es geht nicht bloss um Erträge, sondern auch um den Erhalt einer reichhaltigen Fauna und Flora.

 

6. Es geht nicht primär um Gesundheit der Menschen, sondern um die Natur. Es geht sowohl ums menschliche als auch fürs ökologische System. Gesellschaft und Natur  wollen wir nicht einer corporate control überlassen, weil diese ohnehin nach Geld (cash) und vierteljährlichen (!!!) Gewinn ausgerichtet ist. Schon dieser Börsendruck einer vierteljährlichen Rechenschaft gibt keiner Firma mehr eine glaubwürdige Nachhaltigkeit.

 

7. Ich nehme zur Illustration Monsanto, die ursprünglich mit Saccharin begann; dann im Vietnamkrieg das Roundup, das die dortigen Wälder wegen scheinbaren Terroristen entwaldete. Und nun träumt Hugh Grace von einer gigantischen Aktion zusammen mit der Bill -Gates - und Howard- Buffet-Stiftung und der UN Agentur für Internationale Entwicklung den Welthunger zu besiegen. - Nein, diesen Firmen fehlt primär Glaubwürdigkeit!

 

8. Diese Firmen würden überzeugender sein, wenn sie mindestens nach Kontinenten vorgingen, verschiedene Agrarsysteme miteinbeziehen und Kleinbauern (die es eben in USA kaum mehr gibt) fördern würden. Sie können doch nicht allen verschiedenen Landwirten und Kulturen weltweit ihre Monokultur aufzwingen und den Bauern ihre Mitbeteiligung entreissen und an ihre Stelle  Technologen, Biochemiker und Genetiker setzen. Oder etwa doch?

 

9. Sie glauben doch alle an den Markt, und falls keine Nachfrage entsteht, heisst das doch, sich nach einem anderen Produkt umsehen oder das Produkt zu variieren oder modifizieren. Sie haben vom Glauben an die Patente loszukommen. Dauernd sprechen diese Firmen vom enormen Forschungseinsatz und vom vielen Geld, die das alles koste. Warum kehren sie nicht einmal die Sicht um: Was alles setzt ein Bauer ein und kann kaum überleben? Schon in ihrer Denkweise steckt ganz tief die Ungerechtigkeit.

 

10. Es geht  ihnen - nochmals sei es gesagt - nicht um Gesundheit oder gar Krebs, primär handelt es sich um verwegene, monokausale, monolithische, isolierte und ohne jegliches ganzheitliche Denken vorgenommene Eingriffe, die sie nicht primär zu Food machen, sondern zu Cash. Und so kommt man dann zur Unkenntnis der Zusammenhänge und missachtet ein dauerndes Zusammenhandeln (interactio) von sozialen und ökologischen Gewichten. Leben und Überlegen heisst Balancieren, aufeinander Abstimmen, Rücksichtnahme und nicht GM Produkte. Unser jetziger oder kommender Hunger hat primär nichts mit Quantität sondern verloren gegangener Lebensqualität zu tun.

 

Al Imfeld

27. Febr. 2014

 

 

3. Agrarhandelshäuser im Wandel

Trading houses sow the seeds of change[1]

 

 

Wir befinden uns inmitten eines kolossalen Wandels der landwirtschaftlichen Handelshäuser im Bereich von Getreide und tropischen Produkten. Die meisten waren bis anhin traditionelle Handelshäuser und kauften und verkauften die Produkte, mit denen sie gross geworden waren. Es waren meist Familienunternehmen, standen nicht in der Öffentlichkeit, weil sie nicht börsenkotiert waren.

 

Vom Weizenhandel hin zum Welthandel

Nun werden sie immer mehr Mischfirmen, wobei ein Teil des Kapitals noch immer privat bleibt, aber auch öffentlich Geld aufgenommen wird. Dieser Wandel bedingte wohl auch eine schrittweise Ausweiterung der Interessen. Der Handel eines Produkts allein ist zu unsicher, um genügend Dividenden für Shareholders abzuwerfen. Man differenziert oder weitet sich aus. War es einst bloss Weizenhandel, so haben diese Firmen in Mühlen, Häfen, Agrotechnologie, ja sogar Saatgut investiert. Ein Beispiel. 2013 tat sich Cargill mit ConAgra Foods und CHS Co-operative zusammen, um Ardent Mills zu schaffen, um das grösste Mühlenunternehmen zuerst der USA, mit dem Ziel nach Lateinamerika und Asien zu expandieren, also "Aufbruch in die Welt".

 

Bis zum Ende des Kalten Kriegs um 1990 beherrschten die 5 US Schwestern Cargill, Continental, Cook, Dreyfus und ADM 70% des Weltgetreidehandels und 90% des US Getreidehandels. Dazu kamen die 2 flankierenden Ausländer Bunge & Born in Argentinien und André von Genf aus. 2014 gibt es Continental und Cook als stark veränderte Gesellschaften. Continental wurde zur ContiiGroup Companies (CGC) mit dem 6 grössten Poulet-Konzern Wayne Farms LLC, Versicherungen und Immobilien. Noch immer in privater Hand. - Cook ist immer noch privat; ging stark in Gemeinschaftsverpflegung und Hygieneprodukte, in Kühl-und Gefrierkostsysteme.

 

Cargill, Dreyfus und ADM sind noch immer dominant im Getreide- (Weizen und Mais) handel, doch sie wollen unbedingt mehr als blosse Handelshäuser sein. Sie haben begonnen, ihre Produkte zu verarbeiten und über Handelsketten (Walmart) ins Retailing einzudringen. Bunge baut den Hafen von Perth (Australien) aus, um einen Stützpunkt für den Chinahandel in eigenen Händen zu haben.

 

Laut FT-Zahlen haben die traditionellen Handelshäuser 2012 bereits folgende Nebeneinkommen erwirtschaftet: Cargill 39%, ADM 26%, Bunge 18% und Louis Dreyfus 17%. aus erweiterten Tätigkeiten.

 

Cargill hat jüngst behauptet: "Die einstigen Getreidefirmen interessieren sich heute nicht mehr primär für Farmen und Ernten sondern vielmehr ufürKüchen und Lebensmittel." Ciro Echesortu, operating chief von Dreyfus formulierte es so: "Die Ernte allein ist zu riskant; sicherer ist der Alltag mit der stets notwendigen Nahrung." Oder anders: "Dreyfus plant für die nächsten 5 Jahre eine 5 Milliarden Investition, um das ganze Jahr zu meistern, die ganze Verteilkette, von der Farm bis zur Verarbeitung." (Zitate stammen aus FT Sept. 19, 2013). Aus den einstigen (ebenfalls gefürchteten) 5 Schwestern werden allgegenwärtige Polypen.

 

Daher gehören diese einstigen Handelshäuser zur mächtigsten Agrarlobby und darin fast versteckt eingeschlossen das gesamte Energiegeschäft (Atomkraft).

 

Die 5 japanischen Handelshäuser öffnen sich der Welt

Japan war nach dem Krieg bis 2013 von 5 Handelshäusern bedient:

- Mitsubishi, das grösste, besass das Monopol auf dem Fischmarkt, beginnt nun selbst im Grossen mit Fischzucht und -verarbeitung.

- Sumitomo hatte  Nahrungsmittel, Retail und Verteilung unter Kontrolle in Japan und wechselt nun stark zum internationalen Transportwesen, Schiff- und Auto-Leasing und möchte ins Biofuelgeschäft kommen;

- Mitsui & Co. ist ganz gross in Farming und Food Supply eingestiegen.

- Itochu eng verbunden mit

- Marubeni, die aus Itochu hervorging, versuchen Garne, Stoffe, Kimono.

 

Das sind gegenwärtig die 5 aktivsten von den 7 Handelshäusern. Nach der Atomkatastrophe 2013 in Fukushima sind alle gezwungen, aus Japan herauszugehen. Ihnen bleiben Lateinamerika und Afrika. Sie erwerben Farmen. Sie drängen ins Geschäft von Feldsaaten (Quinoa, Sonnenblumen u.a.) , Agrotechnologie (ganz genau wie oben bereits erwähnt)

und sogar Factoring (Debitorenforderungen der Bauern, damit diese rasch zu Bargeld kommen).

 

Man erkennt, dass weltweit die Vernetzung derart zunimmt, dass eines Tags die gesamte Landwirtschaft eine Gefangene des Agrobusiness sein könnte.  

 

Al Imfeld

2. März 2014

 



[1] So schrieb die FT Finncial Times  11. Febr. 2014. Ebenfalls: Trading Houses seek fresh markets.