Gibt es mythische Orte in Afrika?

Der wichtigste mytische Ort ist Timbuktu, das seit dem 12. Jahrhundert sich dauernd verändert hat. Im 18. und 19. Jahrhundert zog es europäische Forscher und Abenteurer an. Nur zwei von etwa 50 erreichten den Ort. Das liess Timbuktu zu einem Mythos werden. 

Ebenso geheimnissvoll ist "Great Zimbabwe". Die konischen Ruinen konnten immer noch nicht eindeutig auf die Erbauer zurück geführt werden. Lange Zeit nahm man sogar an das sie entweder auf König Salomon oder die Königin von Saba zurück gingen. Doch das ist Unsinn. Sie wurden wahrscheinlich von Portugiesen zusammen mit Einheimischen im 13. oder 14. Jahrhundert erbaut. Damals war es ein wichtiger Ort auf der Route zwischen der Kalahariwüste und dem Indischen Ozean. Seit der Unabhängigkeit Zimbabwes ist der Ort ein nationales Heiligtum.

Die Matoposhügel bei Pulawayo haben schon immer ein mythisches und faszinierendes Flair gehabt. Auf der Höhe hat einst der Britische Eroberer Cesil Rhodes das Programm "Von Kapstadt bis Kairo" verkündet. Kurz darauf eroberte er Rhodesien, das heutige Zimbabwe. Sein GRab befindet sich auf Matopos. In diesen Hügeln gibt es die meisten Felsmalereien im südlichen Afrika. Einige datieren auf 30 Tausend Jahre zurück. Dieser fast sakrale Ort war daher stehts ein Kreuzungs- und Durchgangspunkt verschiedener Völkerwanderungen im südlichen Afrika.

Auch als mytischen Ort kann man die Hauptsadt Aethiopiens, Addis Abbeba, bezeichnen. Sie gilt als das afrikanische Zion. Sie wurde von verschiedenen afrikanischen Kirchen als Symbol genommen. Die Zionisten sind eng mit diesem alten Ort auf den Höhen Aethiopiens verbunden. Der einstige Kaiser Haile Selassie konnte sich wohl nur solange halten weil er eine grausame politische Wirklichkeit mit alttestamentlichen Vorstellungen verband.

 

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Al Imfeld, 03. 2009